Es ist alles Hier. Jetzt. Immer.

 

„ Ziele“, „Visualisieren“, „PowerPläne“, „Positives Mindset“, „Positive Affirmationen“…
Die Liste ließe sich fortsetzen.
Sorry – aber manchmal habe ich den Eindruck, dass diese Schlagwörter der spirituellen Szene, die insbesondere hier auf den Social Media so fleißig reproduziert werden, uns eher weiter von unserem Kern wegbringen, statt uns hinzuführen zu ihm.
Ein Ziel liegt in der Zukunft
Ein Ziel beispielsweise ist etwas, das in der Zukunft liegt. Nach Einstein und nach den Gesetzen der Quantenphysik wissen wir aber, dass die Zukunft nicht existiert. Es gibt nur das JETZT. Nur diesen Moment. Was stimmt nicht mit diesem Moment, dass Du dich aus ihm heraus fort wünschst, in eine Zukunft zu einem „Ziel“ hin, wo irgendetwas „besser“ sein soll als es jetzt ist?..
Wir tragen bereits JETZT ALLES in uns, was wir für diesen Moment  brauchen
Nein, ich bin nicht stur gegen Ziele. Aber manchmal halte ich es für sinnvoll, wenn wir uns fragen, warum wir die Dinge tun, die wir tun.
Jetzt wird manch Eine/r vielleicht sagen - wieso, ich erschaffe mir mit meiner Schöpfermacht eben DIE Zukunft, die ich haben will. Hm. Ja und nein. Jeder Wunsch, jedes Ziel bringt uns de facto raus aus dem Moment, raus aus dem JETZT. Es gibt aber nur dieses JETZT. Da ist nicht Anderes. Also liegt auch HIER unsere Power, HIER liegt unsere Stärke, HIER unsere Macht.
Wir tragen bereits JETZT ALLES in uns, was wir brauchen, um DIESEN MOMENT zu lieben, ihn voll anzunehmen (und damit uns SELBST voll anzunehmen), ganz und gar in ihm aufzugehen und glücklich in ihm zu sein.
Wieso sollten wir uns das für die Zukunft aufsparen wollen? Wieso sollte da etwas „Besseres“ kommen? Was könnte „besser“ sein als DIESEN MOMENT JETZT mit all unsrer Power und all unsrer Liebe zu leben???...
Und was, meinst Du, entsteht für ein „Folgemoment“, also was für eine "Zukunft", entsteht aus solch einem Moment, in dem Du mit Leib und Seele aufgehst???..
Meinst Du wirklich, dass wir dann, wenn wir den Moment auf solch eine Art leben würden, noch „Ziele“ bräuchten, die wir uns „visualisieren“?.. “Power Pläne“ und „ein positives Mindset“, um die Art zu klären, WIE wir diese „Ziele“ erreichen?..
Alter Wein in neuen Schläuchen
Mir kommen diese Schlagwörter immer mehr vor wie neuer Wein in alten (Ego-) Schläuchen;).
Und das sage ich nicht, weil ich das alles hinter mir hätte, sondern weil ich es selbst zu gut kenne von mir;).
Das Leben lädt uns dazu ein, unsere alten Muster zu heilen
Für mich hat es z.B. eher den Beigeschmack von Kampf. Wir kämpfen gerne, und denken uns Strategien dafür aus, weil wir es evtl so gewohnt sind. Anstrengung, Reibung, da kann man sich gut selbst spüren, wenn es einem sonst vielleicht schwer fällt. Wir fühlen uns dadurch LEBENDIG. Und das ist okay. Aber wir dürfen uns darüber klar werden, dass das ALTE Muster sind, die da wirken. Kampf und Anstrengung wird NIE etwas anderes hervorbringen als Kampf und Anstrengung. Aus Altem KANN nichts Neues entstehen. Alte Glaubenssätze. Die wir gerne ablegen dürfen. Das Leben lädt uns dazu ein. Denn es ist gut. Es will es uns nicht schwerer machen, als es eigentlich ist. Es ruft uns zu „Hey Du. Es darf leicht sein. Ich bin garnicht so schwierig, wie Du manchmal denkst. Du kannst mich annehmen, mir vertrauen. Lass dich reinsinken in mich. In diesen Moment. Jetzt. Ich halte Dich. Und trage Dich hinein in den Nächsten.“
Kannst Du dem Leben vertrauen? Wenn nicht, schau Dir Deine Gedanken und Gefühle an, die Dich daran hindern
Kannst Du dem Leben auf diese Art vertrauen, dass es Dich hält?
Wenn nicht, schau Dir Deine Gedanken an, die Dich daran hindern, Dir selbst und dem Leben zu vertrauen. Schau DA HIN. Ganz genau. Schau Dir an, was da los ist. Dann erübrigt sich das positive Mindset. Sattle das Pferd von vorne auf, nicht von hinten. Geh nicht den 100. Schritt vor dem Ersten. Verdränge Deine „schwierigen“/“Schatten“ - Gefühle und Gedanken nicht, indem du Dir erzählst, wie gut es Dir geht.
Statt Deine "schwierigen Gefühle" zu verdrängen, lass Dich reinsinken in sie
Im Gegenteil. Lass Dich reinsinken in Deinen Stress, in Deine Angst, in Deinen Schmerz. Nimm das alles an. Lerne, diesen Teil in Dir zu lieben. Man kann auch sagen – hole Dein verängstigtes inneres Kind nach Hause (das Dir aus seiner Angst heraus vielleicht immer wieder sagt, dass Du Dich absichern sollst für die Zukunft, mit Deinen Zielen und Deinem positiven Denken;).
Du erschaffst Dir Deinen Weg in Deine (Selbst-)Liebe und in Dein Leben
Das ist für mich gleichzeitig der einzige und kürzeste Weg (weil frei von ständiger Wiederholung/Erschaffung der immer gleichen (Leidens-)Zustände) in Deine Liebe/unsere Liebe, in Deine Kraft/unsere Kraft, in Dein/unser Vertrauen, in/für Dich selbst und in/für das Leben. Dein Leben.
Alles Liebe,
Susanne